Titelverleihung „Speyer ohne Rassismus - Speyer mit Courage“ – SOR-SMC

„Das kann Schule machen: Als erste rheinland-pfälzische Stadt und elfte Stadt bundesweit erhielt Speyer in einer Feierstunde [am 01.10.2015 um 18 Uhr] im [Historischen Ratssaal, in der Maximilianstraße 12,] die Auszeichnung "Stadt ohne Rassismus - Stadt mit Courage". Diese Anerkennung ist hauptsächlich dem Einsatz von einem guten Dutzend junger Menschen zu verdanken.

In einer von den beiden Schülerinnen Betül Mis und Luise Sessler moderierten Veranstaltung [haben] Vertreter aus 22 Speyerer Organisationen, darunter zahlreiche Schulen, den Titel aus der Hand des Bundeskoordinators von „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, Eberhard Seidel, [entgegengenommen]. […] Zahlreiche Vertreter aus Landes- und Stadtpolitik sowie der Kirchen und des öffentlichen Lebens waren bei der Preisverleihung im Historischen Ratssaal anwesend. […] Landesintegrationsministerin Irene Alt, Kirchenpräsident Christian Schad und Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer als Vertreter für Bischof Karl-Heinz Wiesemann waren als Projektpaten zum Festakt gekommen.

Seit der Auftaktveranstaltung im Juni 2014 hat es die Steuerungsgruppe von „Speyer ohne Rassismus - Speyer mit Courage“ geschafft, mit zahlreichen Initiativen und Aktionen weit über den schulischen Rahmen hinaus zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen gegen Zuwanderung und gegen die Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen beizutragen. Im Juli 2015 hatte sich auch der Stadtrat der Stadt Speyer einstimmig der Aktion angeschlossen.

Beim Vorstellen all ihrer Aktivitäten schwang bei den engagierten Sprechern der Steuerungsgruppe spürbar der berechtigte Stolz über das gemeinsam Erreichte mit. Integrationsministerin Irene Alt sprach von einer „gelebten Vielfalt und Willkommenskultur“ in Speyer. Die Steuerungsgruppe habe einen wertvollen Beitrag geleistet, „um Rassismus und Rechtsextremismus entgegenzutreten.“. [Auch] den Zeitpunkt für die Titelvergabe hielt sie für bestens gewählt - innerhalb der Interkulturellen Woche Speyer unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“. […] Mit so vielen Aktionen zum Projekt hatte auch Oberbürgermeister Hansjörg Eger nicht gerechnet. Deshalb habe die überaus motivierte Steuerungsgruppe den Titel zu Recht verdient. Das Stadtoberhaupt bedauerte vereinzelte Äußerungen von Stadtratsmitgliedern bei der Bürgerversammlung zur Vorstellung der Erstaufnahmeeinrichtung in der Speyerer Kaserne. Er sieht die Auszeichnung auch als Verpflichtung an, gemeinsam dafür zu sorgen, dass „rassistisches, einfältig blindes Gedankengut in Speyer nicht Fuß fassen kann“. Der Titel „sei [folglich] nicht nur eine Auszeichnung“, so Herr Eger, „mit ihm sei auch eine Verpflichtung und eine Daueraufgabe verbunden“. Ein Feuerwerk an Ideen und Engagement sei ihm in Speyer begegnet, zeigte sich Wolfgang Faller, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, beeindruckt von der Projektvielfalt der 22 Schulen und Gruppen, die den Titel in die Domstadt geholt haben. Er sei davon überzeugt, dass es der Stadt Speyer gelingen werde, „den Geist der Initiatoren in die Zukunft zu tragen“, meinte Eberhard Seidel. [Und] daran erinnernd, dass „Jesus ein Flüchtlingskind“ gewesen sei, appellierte [auch] Kirchenpräsident Christian Schad an alle Christen, sich für den „Aufbau einer Willkommensstruktur“ stark zu machen. Es gelte, „Gewalt mit Geist, Bösem mit Gutem, und Lügen mit Wahrheit“ zu begegnen. „Anstatt Mauern, Grenzen und Zäune zu bauen“ sprach sich Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, in Vertretung des als Paten fungierenden Bischofs, für ein Beibehalten der Offenheit aus.“

(Quellen, 20/11/16:

http://www.morgenweb.de/region/schwetzinger-zeitung-hockenheimer-tageszeitung/speyer/ein-projekt-macht-schule-1.2457876 &

http://www.schule-ohne-rassismus.org/was-wir-tun/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=10503&cHash=1421c5515200e4cac7aea92d27fd93ea &

http://www.evkirchepfalz.de/aktuelles-und-presse/pressemeldungen/pressemeldung.html?no_cache=1&tx_aspresse_pi1%5Bitem%5D=1925)