Teilnahme an der „Internationalen Jugendbewegung“ – SOR-SMC

Das Thema der diesjährigen, internationalen Jugendbegegnung vom 21. bis 27.01.2016 des Deutschen Bundestages war „Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Europa“.
80 Jugendliche, die sich in Deutschland und seinen Nachbarländern gegen Diskriminierung engagieren, trafen sich, um ihr Wissen über das, in der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor relativ wenig bekannten Verbrechen zu vertiefen. Auch eine Vertreterin, Betül Mis, aus der „Speyer ohne Rassismus - Speyer mit Courage“ Steuerungsgruppe war als Vertreterin der Bundeskoordination „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ vertreten. KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide - exemplarische Orte für die mörderische KZ- und zivile Zwangsarbeit. Viele Firmen, die im Nationalismus von der Zwangsarbeit profitierten, haben bis heute noch keine Rechenschaft über die inhumanen Maßnahmen ablegen müssen. Doch mit dem Ende des Nationalismus ist es nicht getan.

Vieles, was für uns hier und heute unvorstellbar ist, ist leider irgendwo dort und heute noch Alltag. Aufgrund finanzieller, sozialer oder politischer Angewiesenheit sind viele Menschen auch noch im 21. Jahrhundert in den Fängen von Menschenhändlern und Opfer moderner Zwangsarbeit.

Wie Hauptrednerin Prof. Dr. Ruth Klüger in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag am 27. Januar untermauert, habe „das Land, das vor 80 Jahren für die schlimmsten Verbrechen des Jahrhunderts verantwortlich war, heute den Beifall der Welt gewonnen, dank seiner geöffneten Grenzen und der Großzügigkeit, mit der Sie die Flut von syrischen und anderen Flüchtlingen aufgenommen hat und noch aufnimmt.“